30% Discount on your Order

Offer available until March 31st

Impressionismus einfach erklärt

Impressionismus einfach erklärt

Vor etwas mehr als 150 Jahren, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, bahnte sich ein radikaler Umbruch in der Kunstszene an. Einige Maler aus Paris begannen, sich von traditionellen, akademischen Malweisen zu lösen und legten den Grundstein für einen Kunststil, dessen Wesen flüchtig und spontan war. Man legte großen Wert auf das Spiel von Licht und Farbe und vollzog damit einen gravierenden Bruch mit den klaren Linien und fein ausgearbeiteten Details des Klassizismus. Durchkomponierte Szenen mit mythologischen oder religiösen Motiven mussten Platz machen für einfache Alltagsszenen, die häufig im Sinne der Plein-Air-Malerei vor Ort bei natürlichen Lichtverhältnissen entstanden. Damit knüpfte man auch an die experimentellen Maltechniken einiger Künstler der Romantik an – Maler wie William Turner, Caspar David Friedrich oder John Constable verstanden es bereits zuvor, in ihren Landschaftsgemälden atmosphärische Lichteffekte einzufangen.

Wichtige Persönlichkeiten des Impressionismus

Was heute als ein bedeutender Meilenstein der Kunstgeschichte gilt und einen Ausbruch aus dem klassischen Künstleratelier darstellte, war zu Beginn äußerst umstritten und wurde von der Öffentlichkeit mit viel Kritik und Spott bedacht. Diese neue Art der Malerei galt vielen als unfertig und schwer verständlich. Trotz dieser Anfangsschwierigkeiten entwickelte sich – wie wir heute wissen – der Impressionismus zu einem tragenden Bestandteil der modernen Kunstgeschichte. Ein wesentlicher Grund dafür waren nicht zuletzt prominente Unterstützer. So förderte der Kunsthändler und Galerist Paul Durand-Ruel schon früh die Karrieren junger Impressionisten, indem er ihre Werke kaufte und vor einem breiten Publikum ausstellte. Superstars der Kunstgeschichte wie Claude Monet, Camille Pissarro, Édouard Manet oder Edgar Degas zählten zu den engsten Vertrauten Durand-Ruels und verkauften in ihren frühen Jahren zahlreiche Werke an ihn.

Frauen im Impressionismus

In einer Zeit, in der Frauen der Zugang zu offiziellen Kunstakademien oftmals verwehrt blieb, war es nicht einfach, sich als Künstlerin durchzusetzen – und die weibliche Perspektive in der Malerei galt lange Zeit als übersehen oder vergessen. Heute wissen wir jedoch, dass viele Frauen zum innersten Kreis der Impressionisten gehörten. Malerinnen wie Berthe Morisot, Mary Cassatt, Eva Gonzalès und Marie Bracquemond prägten den Stil des Impressionismus maßgeblich mit. Alle lebten und arbeiteten in Paris und präsentierten gemeinsam mit Künstlern wie Monet, Manet, Renoir, Cézanne oder Degas ihre Werke sowohl im offiziellen Salon als auch in den unabhängigen Ausstellungen, die von den Impressionisten selbst organisiert wurden, um sich vom etablierten Kunstbetrieb zu emanzipieren.

In künstlerischen Kreisen galten sie keineswegs als Beiwerk, sondern wurden von ihren männlichen Kollegen geschätzt und als ebenbürtig anerkannt. Berthe Morisot war beispielsweise nicht nur eng mit Édouard Manet befreundet, sondern auch mit ihm verschwägert. Sie war eine zentrale Figur des Pariser Kunstlebens, deren Salon als Treffpunkt der Impressionisten diente. Paul Durand-Ruel, der auch Monet und Degas förderte, vertrat ebenfalls ihre Werke in Ausstellungen. Marie Bracquemond, deren Schaffen heute wiederentdeckt wird, war mit dem Künstler Félix Bracquemond verheiratet, während Eva Gonzalès als einzige Schülerin von Manet eine besondere Stellung einnahm. Diese engen persönlichen und künstlerischen Verbindungen zeigen deutlich: Die Frauen des Impressionismus waren nicht nur Teil der Bewegung – sie standen im Zentrum des Geschehens.

Merkmale des Impressionismus

Die Ursprünge des Impressionismus basieren auf der Überzeugung, dass die Atmosphäre eines Moments und der subjektive Eindruck nicht mit den Mitteln der naturalistischen Malerei eingefangen werden können. Für detaillierte Ausarbeitungen und die klassische Zentralperspektive war in diesem neuen Stil kein Platz mehr. Helle Farben, kurze und deutlich erkennbare Pinselstriche sowie weich verlaufende Konturen prägten die impressionistische Bildsprache. Die Betrachter mussten lernen, diese Werke aus einer gewissen Distanz zu betrachten, um den vollständigen Eindruck wahrnehmen zu können.

Die Entstehung der Freilichtmalerei

Diese neue Darstellungsweise wurde möglich, weil die Künstler das Atelier verließen und unter freiem Himmel arbeiteten. Indem sie ihre Staffeleien draußen aufstellten, konnten sie die jeweilige Atmosphäre unmittelbar einfangen und spontan auf die Leinwand bringen. Die Freilichtmalerei wurde damit zu einem Grundpfeiler nicht nur des Impressionismus, sondern auch für spätere Kunststile wie den Expressionismus oder Surrealismus.

Motive des Impressionismus

Wenn impressionistische Maler nach draußen gingen, um die poetische Kraft des Augenblicks einzufangen, rückten oft scheinbar belanglose Alltagsszenen in den Mittelpunkt: ein Garten im Sommer, ein Spaziergang am Meer oder eine Pariser Straßenszene bei Morgengrauen. Solche Motive sind typisch für den Impressionismus – farbenfrohe Landschaften, urbane Szenen, Stillleben und intime Porträts dominierten ihre Werke.

Impressionismus in Deutschland und Europa

Während in Frankreich bereits der Spätimpressionismus Einzug hielt, erreichte die Bewegung Deutschland erst mit Verzögerung. Nach dem Ersten Weltkrieg waren die deutsch-französischen Beziehungen stark belastet, und es war Künstlern oft aus nationalistischen Gründen untersagt, im jeweils anderen Land auszustellen. Nur einige wenige Künstler aus liberaleren Regionen Deutschlands nahmen die neuen Impulse auf. Der deutsche Impressionismus entwickelte sich daher stärker aus den weiterverfeinerten Techniken des Naturalismus. Die Werke wirken häufig weniger lichtdurchflutet, beeinflusst durch andere Lichtverhältnisse und klimatische Bedingungen. Auch das Interesse an der Interieurmalerei sowie an den niederländischen Küstenlandschaften war im deutschen Impressionismus ausgeprägter. Stilistisch finden sich zudem biedermeierliche Elemente, die sich übergreifend etabliert haben.

Das Ende des Impressionismus

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann sich der Impressionismus langsam zu wandeln und verlor zunehmend an Bedeutung als avantgardistische Strömung. Viele seiner führenden Vertreter entwickelten ihren Stil weiter oder wandten sich neuen Ausdrucksformen zu. Paul Cézanne etwa legte mit seinen geometrischen Bildaufbauten den Grundstein für den Kubismus, während Künstler wie Vincent van Gogh und Paul Gauguin durch expressivere Farbgebung und symbolische Inhalte den Weg zum Expressionismus und Symbolismus ebneten. Auch die Kunstwelt selbst veränderte sich: Neue Bewegungen wie der Fauvismus, der Jugendstil oder der Surrealismus lösten den Impressionismus ab und übernahmen die Rolle des stilistischen Vorreiters. Dennoch blieb der Einfluss des Impressionismus spürbar – seine Befreiung von akademischen Regeln, sein neues Verständnis von Licht und Farbe sowie seine Hinwendung zum Subjektiven und Momenthaften prägten die moderne Kunst weit über das Ende der Bewegung hinaus.

Impressionismus heute

Auch mehr als ein Jahrhundert nach seiner Entstehung hat der Impressionismus nichts von seiner Faszination verloren. Die Werke von Monet, Renoir oder Degas zählen heute zu den bekanntesten und meistbesuchten Exponaten großer Museen. Darüber hinaus beeinflusst der Impressionismus bis heute die zeitgenössische Kunst – sei es in der Farbästhetik, der Motivwahl oder der Bildkomposition. Auch bei Betterposter erfreuen sich impressionistische Kunstwerke in Form von Kunstdrucken großer Beliebtheit. Kein Wunder – die leuchtenden Farben, atmosphärischen Landschaften und sanften Lichtstimmungen bringen ein Stück Kunstgeschichte in den Alltag und verleihen jedem Raum eine besondere Note. Stöbere also gerne in unserem Poster-Shop und entdecke Kunstwerke, mit denen du dein Zuhause stilvoll verschönern kannst!